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Im Toskana-Urlaub Italiens schönste Seiten kennenlernen
Sanfte Hügel, alte Städte, malerische Urlaubserlebnisse
Eine Rundreise durch die Toskana
Italien als eines der beliebtesten Urlaubsländer Europas zeigt sich traditionell mit vielen verschiedenen Gesichtern. Die wunderbaren Strände von Sardinien, die historischen Stätten von Rom oder die Berge in den Dolomiten, Italien hat für jede Art von Urlaub etwas zu bieten und es gibt überall wunderbare Blickwinkel zu entdecken.
Aber wenn du Bilder aus Italien siehst, die aussehen, als hätte jemand den Pinsel in eine Palette mit hunderten Grün-, Gelb- und Erdtönen getaucht und mit ganz feinem Strich schwungvoll sanfte Linien auf feinste Leinwand gebracht, dann bist du in der Toskana. Die historische Kulturlandschaft, die für ihre beschaulichen Dörfer, malerischen Hügel und kulinarische Spezialitäten berühmt ist, liegt im nördlichen Westen des Stiefels zwischen der Emilia-Romagna, Umbrien und dem Mittelmeer.
Die Region hat eine lange Küste, ausgedehnte Waldgebiete und dazwischen liegen die typischen Landschaftsbilder mit Olivenbäumen, Zypressen und Weinreben. Die italienische Lebensart gibt es noch obendrauf und es ist durchaus möglich, dass der italienische Wein, der Käse und die Tomaten in der Toskana mit Blick auf die Bilderbuch-Szenerien noch besser schmecken als andernorts im Land.
Dabei besteht dein Toskana-Urlaub keineswegs nur aus Wanderungen durch die vielleicht schönsten Abschnitte des Landes. Die Gegend hat einzigartige Kulturdenkmäler, uralte Städte mit historischem Kern, weltberühmte Sehenswürdigkeiten sowie Inseln und Meeresküste.
Aber ganz egal, was du tagsüber in deinem Toskana-Urlaub unternimmst, du solltest auf jeden Fall sicherstellen, dass du zum Sonnenuntergang mit einem Glas italienischen Weins auf einer Terrasse sitzt, die Abendwärme genießt und den Blick über eine Landschaft gleiten lässt, die es in dieser Form in Europa kein zweites Mal gibt und die von der untergehenden Sonne noch ein paar neue Nuancen zu ihren Millionen Farbtönen hinzugewinnt.
Florenz
Für echte Italienkenner und solche, die es werden wollen, führt ohnehin kein Weg an Florenz vorbei und das gilt natürlich ganz besonders dann, wenn du in der Toskana Urlaub machst. Mindestens ein Tagesausflug in diese faszinierende Stadt sollte drin sein; besser ist es allerdings, einen etwas längeren Aufenthalt einzuplanen.
Die achtgrößte Stadt Italiens hat gut 370.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Region Toskana. Vor allem aber war sie das europäische Handelszentrum im späten Mittelalter und diese historische Bedeutung spiegelt sich in den prächtigen Gebäuden und im Stadtbild wider. Es ist kein Zufall, dass auch viele weltweit bekannten Künstler und Gelehrte in Florenz ein Zuhause fanden, darunter Michelangelo, Galileo Galilei und Leonardo da Vinci.
Diese Stadt atmet an jeder Ecke Geschichte und selbst wenn du keine der berühmten Sehenswürdigkeiten von Florenz besuchst, ist es ein Erlebnis, hier unterwegs zu sein. Die Innenstadt ist schon seit dem Jahr 1982 als UNESCO-Weltkulturerbe registriert und zahlreiche Straßen und Plätze wie zum Beispiel die Piazza della Signoria im Zentrum der Altstadt bestehen seit hunderten von Jahren und können Geschichten über Geschichten erzählen. Zu den wichtigsten Orten in der Stadt gehört die Ponte Vecchio.
Die Brücke über den Fluss Arno blickt auf eine lange Geschichte zurück; das heutige Bauwerk wurde im Jahr 1345 fertiggestellt. Die Brücke ist bekannt für die Schmuckläden, die auf ihr gebaut wurden. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt sind wahrscheinlich die Uffizien, eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt, in dem einzigartige Werke aus mehreren Epochen seit der Antike gezeigt werden.
Nicht minder sehenswert sind die zahlreichen Paläste in Florenz. Sie wurden einst von reichen Familien wie den Medici gebaut und dienen heute oft als Museum; im Palazzo Pitti zum Beispiel findest du die ehemalige Privatsammlung der Medici. Florenz hat noch Dutzende andere sehenswerte Gebäude, darunter etwa der Palazzo Vecchio aus dem 14. Jahrhundert oder die Basilica di San Lorenzo mit ihrer markanten Kuppel.
Pisa
Ebenso wie Florenz hat auch Pisa, gelegen nahe der Einmündung des Flusses Arno ins Mittelmeer, eine ausgesprochen reichhaltige und vielseitige Geschichte, die unter anderem die Existenz einer eigenen Republik zwischen dem 11. und dem 15. Jahrhundert beinhaltet.
Es ist ein bisschen schade, dass die Stadt eigentlich immer nur mit dem Schiefen Turm, eigentlich dem Turm des Doms, in Verbindung gebracht wird, auch wenn dieser bei einem Besuch in der Toskana natürlich einen Abstecher wert ist.
Die Stadt hat aber eigentlich noch viel mehr zu bieten. Dazu gehört vor allem der Dom zu Pisa selbst, nicht nur dessen geneigter Turm. Mit dem Bau des eindrucksvollen Bauwerks wurde im Jahr 1063 begonnen. Das Äußere wurde durchgängig aus Carrara-Marmor und mit vielen sehenswerten Details gestaltet.
Der zentrale Punkt Pisas ist die Piazza dei Cavalieri, der Platz der Ritter, der von alten Palazzi umgeben ist. Diese sind zum großen Teil heute Teil einer der Hochschulen, die Pisa nachhaltig prägen und deren tausende Studentinnen und Studenten für eine junge, lebendige Atmosphäre in der Stadt sorgen.
Wenn du also während deines Toskana-Urlaubs auch mal Lust auf ein bisschen Party oder Nachtleben hast, ist Pisa eine gute Adresse dafür. Aber das ist die Stadt auch für ruhige Momente. Für eine gute Tasse Kaffee in einer der ruhigen Seitengassen oder für Entspannung pur in einem der ältesten botanischen Gärten der Welt, der im Jahr 1543 in Pisa eröffnet wurde.
Lucca
Nur einen Steinwurf, genauer rund 20 Kilometer, von Pisa entfernt liegt mit Lucca eine weitere Stadt, die im Mittelalter eine bedeutende Rolle gespielt hat. Die damalige Bedeutung rührte vor allem von der Funktion als Standort der Weber und Tuchmacher. Heute hat Lucca rund 90.000 Einwohner und ist die dritte größere Stadt in der Toskana.
Sie hat meist den Vorteil, dass sich die Touristenströme auf Florenz und Pisa konzentrieren, so dass du hier etwas mehr Platz zum Entdecken hast. Entdecken lässt sich zum Beispiel das Museum im Geburtshaus von Giacomo Puccini und die Spuren der noch aus der Zeit der Römer stammenden Stadtanlage.
Deutlich später, Anfang des 16. Jahrhunderts, wurde eine Stadtmauer angelegt, die sich zwischen Türmen und vier Stadttoren erstreckte. Du kannst heute über die Stadtmauern laufen und so einen wirklich schönen Panoramaweg rund um den alten Stadtkern absolvieren.
In der Altstadt findest du das Bild, das dir von deinen sonstigen Ausflügen während deines Aufenthalts in der Toskana bereits bekannt vorkommen: Eine mittelalterlich geprägte Stadt mit kleinen Gassen, alten Häusern, schattigen Plätzen und sonnigen Piazzas.
Siena
Gibt es Städte, denen man eindeutig eine Farbe zuweisen kann? Ist Stockholm blau und Valencia rot? So ganz eindeutig geht das nicht. Es sei denn, du bist gerade in der Toskana. Eingebettet in typisch toskanische Landschaften liegt die Stadt Siena, deren Gesamtbild mit verschiedenen Schattierungen von Erdtönen der Farbe Siena den Namen gegeben hat. Dieses unvergleichliche Bild ist einer der Hauptgründe dafür, dass Siena im Rahmen eines Toskana-Urlaubs zum Pflichtprogramm gehört; ein anderer die Tatsache, dass diese Stadt allgemein zu den schönsten in Italien gezählt wird.
Im Gegensatz zum nicht weit entfernten Florenz ist es hier kein Renaissance-Stil, der das Stadtbild beherrscht, sondern ein einheitliches Ensemble im Stil der italienischen Gotik – und das sieht hier fast so aus, als habe man seit dem Mittelalter kein Gebäude mehr hinzugefügt.
Der zentrale Platz ist die halbrunde, leicht abschüssige Piazza del Campo, zweimal im Jahr Schauplatz eines Pferderennens und den Rest der Zeit ein großer, weiter Platz, an dem du es dir bei einer Tasse Kaffee gutgehen lassen kannst. Der Campo, der der Piazza ihren Namen gibt, ist ein historischer, gut 100 Meter hoher Turm, der den Platz überragt.
Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit in der Stadt ist der Dom von Siena, der ab dem 13. Jahrhundert aus schwarzem und weißem Marmor erbaut wurde und eines der schönsten Beispiele für gotische Architektur ist.
San Gimignano
Knapp 30 Kilometer von Siena entfernt wartet ein weiteres, ausgesprochen schmuckes Örtchen auf deinen Besuch. San Gimignano hat heute gerade mal 8000 Einwohner, wird aber trotzdem manchmal als „Mittelalterliches Manhattan“ bezeichnet.
Im Gegensatz zu New York City sind die Türme von San Gimignano allerdings nicht aus Stahl und Glas und beherbergen Büros, sondern es handelt sich dabei um sogenannte Geschlechtertürme. Diese wurden von den reichen Familien des Mittelalters errichtet, um den Nachbarn mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Da es von solchen Familien gerade in der Toskana aber eine ganze Menge gibt, musste man sich zahlen- und höhenmäßig immer weiter gegenseitig übertrumpfen. Insgesamt 72 Stück davon hat es in Sam Gimignano mal gegeben, heute sind noch 15 erhalten geblieben. Sie stammen aus dem 13. Jahrhundert und erreichen Höhen von bis zu 54 Metern. Sie sind die wichtigsten Attraktionen des Ortes, der darüber hinaus mit einem fast vollständig erhalten gebliebenen, mittelalterlichen Stadtbild inklusive Überresten der Stadtbefestigung aus dem 10. Jahrhundert aufwarten kann.
Chianti
Wenn es etwas gibt, worauf die Menschen in der Toskana mindestens ebenso stolz sind wie auf die alten Kunstschätze in Florenz, dann ist es der Wein, der hier in jahrhundertealter Tradition hergestellt wird. Die vielen Berge und Hügel, das warme Klima und die Bewässerung durch zahlreiche kleine Flüsse machen die Toskana zu einem idealen Anbaugebiet, was hier schon seit dem Mittelalter genutzt wird. Genau genommen beschreibt der Name Chianti eine Kette von Hügeln und Erhebungen mitsamt den dazwischen liegenden Tälern.
Heute ist der Name der Region Chianti, die etwa ein Drittel der Toskana ausmacht, weltberühmt und steht oft sogar stellvertretend für italienischen Wein, so dass du in deinem Toskana-Urlaub unbedingt ein Gläschen probieren solltest.
Der berühmte Wein kommt oft aus zauberhaften kleinen Orten und von wunderschönen Anwesen und Landgütern, so dass eine kleine Tour durch die Weinbauregion dir in mehrfacher Hinsicht das beste aus diesem Teil Italiens zeigen kann. Eine rund 70 Kilometer lange Straße, die Via Chiantigiana, durchzieht das Weinbaugebiet einmal der Länge nach und bietet dir neben vielen fantastischen Blicken auch zahlreiche Gelegenheiten für einen Besuch der Weingüter und der vielen kleinen Weinstuben in den Orten, in denen die Traditionen des Weinbaus sorgfältig gepflegt werden.
Zu diesen Orten gehören zum Beispiel Tignano im Val d’Elsa mit seiner hübschen kleinen Burg, Castelnuovo Berardenga mit dem ältesten Weingut der Region aus dem 11. Jahrhundert oder San Casciano, wo neben dem Wein auch ein malerisch auf einem Hügel gelegenes Schloss mit einem schönen Garten wartet.
Etruskerküste
Als hätte dir die Toskana mit dem Wein und den feinen Speisen, der Kulturgeschichte, den schönen Dörfern und den noch schöneren Landschaften nicht bereits genug zu bieten, legt die Region noch eins drauf und bietet dir einen schönen Streifen Meeresküste an.
Die sogenannte Etruskerküste oder Etruskische Riviera erstreckt sich bei Piombino entlang der Küste des Tyrrhenischen Meers, eines Teils des Mittelmeers. Livorno, die nächstgrößere Stadt und auch Piombino selbst machen auf den ersten Blick keinen besonders einladenden Eindruck, doch wenn du die Industriegebiete ignorierst, lässt sich einiges entdecken.
In Piombino wäre da zum Beispiel die beinahe vollständig erhaltene, mittelalterliche Innenstadt mit alter Stadtmauer, vor allem aber der Küstenstreifen, der nördlich der Stadt beginnt. Hier liegen die Ruinen der uralten Handelsstadt Populonia und eine ganze Reihe von schönen Badebuchten und Stränden, an denen man wunderbar mehrere Stunden verbringen kann.
Einer der beliebtesten Badeorte in dieser Gegend ist Castiglioncello, ein Ortsteil von Rosignano Marittimo südlich von Livorno. Hier befinden sich, eingebettet in ein Hinterland mit Olivenhainen und Pinienwäldern, zahlreiche Unterkünfte und Freizeitangebote.
Ebenfalls zum Ort gehört die Siedlung Vada, die einen schönen, fünf Kilometer langen weißen Sandstrand aufzuweisen hat und wo du mehrere Campingplätze und andere Unterkünfte finden wirst.
Naturpark Maremma
Wir haben Kunst und Kultur, Baden und Freizeitspaß, Essen und Trinken, was fehlt noch für einen perfekt abgerundeten Toskana-Urlaub? Richtig, ein Naturerlebnis. Dafür gibt es den Parco Regionale della Maremma, ein fast 10.000 Hektar großes Naturschutzgebiet bei Alberese. Zu dem weitgehend naturbelassenen Gebiet gehören Pinien- und Eichenwälder, einige kleine Seen und ein Streifen an der Küste.
Wenn du die Natur der Toskana entdecken möchtest, solltest du festes Schuhwerk einpacken, denn die ausgewiesenen Wanderwege sind teils recht rustikal. Auskunft über Sehenswertes und Beachtenswertes geben die Besucherzentren in Alberese und Talamone.
Die Tierwelt in dem Naturpark umfasst neben zahlreichen Vogelarten, darunter auch der wiederangesiedelte Fischadler, auch die beiden wild lebenden und nur hier vorkommenden Haustierrassen des Maremma-Pferds und des Maremmana, eine Rinderart.
Elba
Ebenfalls zur Region Toskana zählt die Insel Elba. Hier findest du zwar weniger die typischen, sanften Landschaften, die typischerweise zu einem Toskana-Urlaub verführen, dafür aber hat die Insel, die du mit der Autofähre in nur etwa 30 Minuten vom Festland aus erreichst, einige andere Highlights zu bieten.
Einen tollen Überblock über die Insel verschafft dir die Seilbahn, die dich auf den Gipfel des Monte Capanne, der höchsten Erhebung Elbas bringt – sportlich ambitionierte Besucher können den Weg hinauf in rund 1000 Meter Höhe aber natürlich auch zu Fuß zurücklegen. Elba ist nach wie vor in erster Linie bekannt als zwischenzeitlicher Exil-Ort von Napoleon, der von Mai 1814 bis Februar 1815 über die ihm damals zugesprochene Insel herrschte.
Sein damaliger Wohnsitz, die Villa San Martino, ist die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit. Als Urlaubsort ist Elba dagegen noch immer vergleichsweise wenig bekannt, was vielleicht auch daran liegt, dass das Archipel mitsamt der Gewässer seit 1996 ein Nationalpark ist und hier daher eine schonende Art des Tourismus zu finden ist.
Auf der Insel gibt es acht Ortschaften, von denen Portoferraio die Aufgabe des Knotenpunkts für die ankommenden Reisenden übernimmt. Die größten Strände findest du Marina di Campo; kleinere, dafür aber oft etwas beschaulichere gibt es in den Orten Marciana Marina und Procchio.
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