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Ein Jahr in Japan: Welche Details sollten vor einem Auslandsaufenthalt geklärt werden?
Japan zeichnet sich unter anderem durch Gastfreundschaft, viele beeindruckende Facetten und wunderschöne Landschaften aus. Wer sich allerdings vorgenommen hat, hier nicht nur einen klassischen 14-Tage-Urlaub zu verbringen, sollte verschiedene Details berücksichtigen.
So ist es zum Beispiel vor einem Aufenthalt von mehreren Monaten sinnvoll, sich mit der japanischen Kultur, der Kommunikation mit Behörden und den Lebenshaltungskosten vor Ort zu beschäftigen.

Ein längerer Aufenthalt in Japan: Diese Möglichkeiten gibt es
Wer ein Auslandsjahr in Japan plant, kann dieses auf unterschiedliche Arten realisieren. Was genau dabei die beste Lösung darstellt, hängt unter anderem vom Alter der Reisenden und von den Erwartungen an den Aufenthalt ab. Schüler haben die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm teilzunehmen, während Studierende ein Auslandssemester oder Studienjahr an einer japanischen Hochschule absolvieren können.
Viele interessieren sich auch für den Besuch einer Sprachschule. Wer dagegen Reisen und gelegentliche Erwerbstätigkeit miteinander verbinden möchte, kann unter bestimmten Voraussetzungen das Working-Holiday-Programm nutzen. Dabei gilt es, verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Deutsche Staatsangehörige, die diese Option nutzen möchten, müssen zwischen 18 und 30 Jahren alt sein. Maßgeblich ist hier das Datum der Antragstellung.
Zusatztipp: Bei der Planung der Reise ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Aufenthaltsformen zu unterscheiden. Ein typisches Beispiel: Ein Studentenstatus berechtigt nicht automatisch dazu, vor Ort auch arbeiten zu dürfen, da es hierzu in vielen Fällen eine gesonderte Genehmigung braucht.
Wohnung, Anmeldung und Bankkonto: Tipps für Neuankömmlinge in der Übersicht
Nach der Einreise in Japan stehen im Zusammenhang mit einem längerfristigen Aufenthalt einige Formalitäten auf der To-do-Liste. Wer eine Residence Card erhält und in Japan einen Wohnsitz hat, muss seine Adresse grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung anmelden.
Ergänzend hierzu kann auch die Wohnungssuche zu einer Herausforderung werden. So verlangen die Vermieter bei klassischen Mietverträgen oft einen Bürgen. Die dazugehörigen Vertragsunterlagen werden meist ausschließlich auf Japanisch ausgehändigt.
Alternativ bietet es sich auch an, sich in Bezug auf sogenannte Sharehouses zu informieren. Dort mietet man ein eigenes Zimmer und teilt die Küche und die Gemeinschaftsräume mit anderen Bewohnern. Der Vorteil: Die Zimmer sind in der Regel bereits möbliert.
Zudem gilt es, zu berücksichtigen, dass die Eröffnung eines Bankkontos nicht immer problemlos möglich ist. Die Konditionen der Banken unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass manche Anbieter erwarten, dass die Kontoinhaber schon länger in Japan leben bzw. dort arbeiten.
Was kostet ein Jahr in Japan?
Die Lebenshaltungskosten, mit denen man in Japan kalkulieren sollte, unterscheiden sich je nach Region und Lebensstil erheblich. Vor allem in den zentralen Stadtteilen in Tokio können die Mieten einen großen Teil des zur Verfügung stehenden Budgets beanspruchen. Wer sparen möchte, sollte sich in Bezug auf kleinere Wohnungen in den Vorstädten informieren.
Vor allem für Studenten kann das Leben vor Ort in finanzieller Hinsicht zu einer Herausforderung werden. Laut der japanischen Studienförderorganisation JASSO liegen die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten internationaler Studierender in Japan bei rund 105.000 Yen pro Monat.
Davon entfallen durchschnittlich 41.000 Yen auf die Miete und 32.000 Yen auf Lebensmittel. Strom, Gas und Wasser schlagen monatlich mit etwa 8.000 Yen zu Buche. Studiengebühren sind in diesen Beträgen noch nicht enthalten.
Japan im Alltag: Diese Unterschiede fallen oft erst bei einem längeren Aufenthalt auf
Wer längere Zeit in Japan lebt, stellt wahrscheinlich schnell fest, dass sich der Alltag deutlich vom Alltag in Deutschland unterscheidet. Dies zeigt sich unter anderem im Zusammenhang mit der Kommunikation.
In Japan spielen die Unterschiede zwischen höflicher und informeller Sprache eine wichtige Rolle. Die japanische Sprache zeichnet sich mit dem sogenannten Keigo durch ein besonders ausgeprägtes Höflichkeitssystem aus.
So werden gegenüber Kunden oder Vorgesetzten teilweise andere Verben als im Gespräch mit Freunden genutzt. Für „essen“ sagt man im Alltag etwa „taberu“, während die respektvolle Form „meshiagaru“ lautet. Wer fremde Kulturen wirklich erleben möchte, sollte definitiv auf solche Unterschiede achten.
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